Zinssenkungen im Januar frieren Tagesgeld bei unter 2% ein

Mittwoch, 23. Januar 2013 - 13:52 Uhr

Die stagnierende Wirtschaft und die Unruhen auf den Finanzmärkten den Leitzins weiterhin im Keller verweilen. Daher haben gleich mehrere Banken haben im Januar an der Preisschraube gedreht und ihre Tagesgeldzinsen nach unten angepasst. Außer der lettischen PrivatBank liegt das Zinsniveau bei keinem Anbieter mehr über 2%. Daraus haben sich im Januar die folgenden Änderungen ergeben.

Barclays verringert versprochenen Leitzins-Aufschlag

Das Konzept des Leitzins-Bonus bei Barclays bestand darin, dass alle Kunden stets mit 1,00% zusätzlich zum aktuellen Leitzins verzinst werden. Statt mit 1,75% (weil 0,75% dem aktuellen Leitzins entspricht), gilt seit letzter Woche jedoch der Zinssatz von 1,50%. Der Zinsaufschlag wurde damit für alle Neukunden auf 0,75% gekürzt. Dies betrifft glücklicherweise nicht die Bestandskunden, die weiterhin mit 1,75% verzinst werden.

Comdirect rutscht auf 1,00% ab

Herber Absturz bei der Comdirect. Die Tochterbank der Commerzbank vergab zuletzt noch 1,25% Zinsen p.a., senkte diesen Wert aber Mitte Januar um nochmal 25 Punkte. Auch wenn die Zeiten nicht rosig sind, bekommen Sie bei anderen Banken noch mehr als nur 1,00% Zinsen. Einen Wechsel sollten Sie daher in Erwägung ziehen.

Cortal Consors behält Jahresgarantie, senkt Zinsen aber um 15 Punkte

Ein gutes hat das Tagesgeldkonto von Cortal Consors: Bei jeder Neueröffnung eines Tagesgeldkontos wird Ihnen der Zinssatz für 12 Monate garantiert. Auch wenn das allgemeine Zinsniveau weiter fällt, bleibt Ihre Rendite damit stabil. Allerdings erhalten Neukunden nach der jüngsten Zinsanpassung Mitte Januar nur noch 1,85% Zinsen p.a. Wer vor dem 15. Januar ein Tagesgeldkonto bei Cortal Consors eröffnet hat, darf sich noch über die Jahresgarantie für 2,00% freuen.

Wie hoch ist Ihr Bestandszins?

Lassen Sie in zinsschwachen Zeiten vor allem Ihren Basiszinsatz nicht aus den Augen. Die Banken informieren ihre Kunden zwar bei einer Zinsanpassung. Doch die informierende E-Mail geht nur zu gerne im Postfach unter. Wenn Sie Ihren aktuellen Zinssatz nicht kennen, schauen Sie die Konditionen unbedingt auf der Website Ihrer Bank nach. Teilweise liegen die variablen Bestandszinsen so niedrig, dass sie unter die Inflationsgrenze fallen. Mit Ihren Anlagen betreiben Sie dann höchstens Schadensbegrenzung, erwirtschaften aber keine profitable Rendite. Wechseln Sie im Bedarfsfall zu einer anderen Bank, die mehr aus Ihrem Geld macht.

Bei MoneYou erhalten alle Kunden aktuell noch 1,90% aufs Tagesgeld. Den Zins von 1,85% erhöht die 1822direkt noch bis zum 31. Januar um ein Startguthaben von 25 Euro. Außer bei der Cortal Consors wird Ihnen auch bei der ING DiBa der Zins von 1,75% für die folgenden sechs Monate garantiert. Ebenfalls lohnenswert sind zur Zeit noch die Zinsen der Autobanken Volkswagen und Audi. Bei beiden eröffnen Sie ein Tagesgeldkonto mit einen Zinssatz von 1,80%.

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