Was hat das Tagesgeld mit der Inflationsrate zu tun?

Montag, 16. August 2010 - 13:21 Uhr

Die Zinsen für Geldanlagen werden oft von mehreren Faktoren bestimmt, weshalb ein einzig genannter Zinssatz meist nur die halbe Wahrheit sagt. Den Zins ist nicht gleich Zins, und eine Verzinsung kann zwar schön klingen – jedoch in Wirklichkeit gar nicht so schön. Denn bei Geldanlagen wie dem Tagesgeld spielt noch eine andere Komponente eine wichtige Rolle: Die Inflationsrate.

Zinsen sollten nicht niedriger sein als die Inflationsrate

Bei der Geldanlage spielt die Inflationsrate eine wichtige Rolle. Sie bestimmt letztlich, welchen Zinssatz es wirklich gibt für die angelegten Ersparnisse – da der von den Banken genannte Zins nur der Nominalzins ist. Der tatsächliche Zinssatz hängt jedoch auch mit der Inflationsrate zusammen.

Ein Beispiel: Ich lege aktuell Geld an zu einem Zinssatz von 1,50 Prozent. Dies hört sich in den Zeiten der niedrigen Zinsen, wie wir sie derzeit haben, nach einem guten Zinssatz an. Da die Inflationsrate inzwischen jedoch bereits 1,20 Prozent beträgt (Verbraucherpreisindex für Juli 2010), kommt unter dem Strich nicht mehr viel raus bei dem Sparen. Immerhin ist der Realzins bei diesem Beispiel noch im grünen Bereich.

Viel schlimmer ist es, wenn Geld angelegt wird zu einem Zinssatz, der niedriger ist als die Inflationsrate. Da werden die Ersparnisse zu einem Zuschuss-Geschäft, bei denen man gutes Geld anlegt, und irgendwann schlechtes Geld zurückerhält, weil die Zinsen durch die Inflationsrate regelrecht aufgefressen wurden.

Zinsen sollten über 2,00 Prozent jährlich liegen

Da die Inflationsrate langsam ansteigt, sollten die Zinsen für die angelegten Gelder über 2,00 Prozent liegen, um wirklich noch eine Gewinnspanne mitnehmen zu können. Anders lohnt sich das Sparen kaum, vor allem nicht bei den Tagesgeldangeboten, die aktuell nur bis zu 1,00 Prozent p.a. verzinst sind – oder noch weniger, wie es zum Teil auch der Fall ist.

Von den Zinsen her und den Möglichkeiten der schnellen Geldanlage ist derzeit das Bank of Scotland Tagesgeld sicher die empfehlenswerteste Variante. Hier werden 2,20 Prozent Zinsen pro Jahr gezahlt, zudem erhalten Neukunden, die bis spätestens zum 30. September dieses Jahres ein Tagesgeldkonto bei der britischen Bank eröffnen, auf die gute Verzinsung ein Startguthaben in der Höhe von 30 Euro obendrauf.

Weitere Beiträge zum Thema: