Freistellungsauftrag

Seit 1. Januar 2010 wird für Erträge aus Kapitalanlagen die so genannte Abgeltungssteuer fällig. Diese setzt sich zusammen aus 25 Prozent Steuer, aus dem dazu fälligen Solidaritätszuschlag – und dazu kommt, je nach Kirchenzugehörigkeit, auch noch die Kirchensteuer. Schnell fällt da ein nicht gerade schönes Sümmchen an Steuer an, die man vielleicht gar nicht bezahlen muss. Denn: Bis zu einem bestimmen Pauschbetrag sind Zinsen auf Erträge aus Kapitalanlagen sogar steuerfrei. Um diese Steuerfreiheit jedoch zu erlangen, ist ein Freistellungsauftrag notwendig.

Mehrere Freistellungsaufträge sind möglich

Ein Freistellungsauftrag kann gestellt werden bis zur Höhe des Sparerpauschbetrags von derzeit jährlich 801 Euro für Alleinstehende und 1.602 Euro für Ehepaare. Dabei ist es auch egal, ob nur ein Freistellungsauftrag gestellt wird oder mehrere und auch bei unterschiedlichen Banken. Wichtig ist jedoch, dass alle Freistellungsaufträge zusammen nicht höher als 801 Euro jährlich ergeben.

Der Freistellungsauftrag wird direkt bei der Bank gestellt, bei dem das Tagesgeld – oder eine andere Geldanlage – angelegt ist. Die Bank leitet den ausgefüllten Freistellungsauftrag dann an die zuständige Steuerbehörde weiter, kontrolliert jedoch nicht, ob bereits andere Freistellungsaufträge bestehen. Dies ist dem Anleger selbst überlassen, der hierbei unbedingt den Überblick behalten sollte, um nicht Probleme mit dem Finanzamt zu bekommen.

Tagesgeldkonten können schnell gewechselt werden

Einen Freistellungsauftrag wieder zu beenden, geht ganz einfach auf dem schriftlichen Wege. Dies ist zum Beispiel notwendig bei einem Wechsel des Anlagekontos für das Tagesgeld, bspw. wenn das bisherige Tagesgeld mittlerweile nicht mehr so gut verzinst wird und der Sparer zu einem anderen Geldinstitut wechseln möchte, um sein Erspartes auf einem anderen Tagesgeldkonto anzulegen.