Einlagensicherung beim Tagesgeld

Grundsätzlich muss sich kein Anleger um die Sicherheit von Guthaben bis Euro 50.000 sorgen, seien es Sparguthaben, Termineinlagen, Sichtguthaben oder Tagesgelder, die bei einem deutschen Bankinstitut, einer rechtlich selbständigen Tochter einer ausländischen Bank in Deutschland oder einer Bank innerhalb der Länder der Europäischen Union unterhalten werden; im Zuge der Ende 2008 entstandenen Finanzkrise wurden die durch die gesetzliche Einlagensicherung vorgeschriebenen Haftsummen pro Anleger auf Euro 50.000 erhöht bei gleichzeitigem Verzicht auf die bis dahin geltende zehnprozentige Selbstbeteiligung der Anleger bei Schadensfällen.

Eine Ausweitung des garantierten Betrages auf Euro 100.000 ist zum 01.01.2011 vorgesehen. Das EU-Recht hat die Genehmigung zur Betreibung einer Bank an die Mitgliedschaft in die gesetzliche Einlagensicherung gebunden.

Höhe Absicherung bei Sparkassen & Co.

Ausgenommen von dieser Regelung sind Volksbanken, Raiffeisenbanken, Sparkassen sowie deren Direktbanken, was z.B. das 1822direkt Tagesgeld betrifft, und Landesbanken, wenn diese nachweisen können, dass sie durch ihre Verbände an eigene Garantiefonds angeschlossen sind, die sie vor Illiquidität schützen, was indirekt eine einhundertprozentige, unbegrenzte Absicherung aller Kundeneinlagen bedeutet.

Im Bereich der Genossenschaftsbanken wurde der Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) zum Schutz der angeschlossenen Institute vor Zahlungsunfähigkeit eingerichtet, bei den Sparkassen und Landesbanken bilden regionale Stützfonds, eigene Fonds der Landesbanken und ein überregionaler Ausgleich ein dreistufiges Sicherungssystem, das jedem angeschlossenen Institut seine Liquidität garantiert.

Sicheres Tagesgeld durch Einlagensicherungsfonds

Die privaten deutschen Banken stehen dieser großzügigen Regelung in nichts nach durch den freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes der deutschen Banken, durch den Einlagen von Nichtbankenkunden bis zu dreißig Prozent des haftenden Eigenkapitals der Bank gesichert sind. Angesichts eines zur Gründung einer Bank gesetzlich vorgeschriebenen Mindestkapitals von Euro fünf Millionen, das von den Großbanken um ein Vielfaches überschritten wird, ist mit dieser Garantieregelung in vermutlich allen Fällen privater Anlagen ausreichender Schutz gegeben.

Der Beitritt zu diesem Einlagensicherungsfonds ist freiwillig, doch haben sich fast alle großen deutschen Banken, auch Direktbanken, dieser Schutzeinrichtung für Anleger angeschlossen. Im Einzelfall kann der Kunde sich durch einen Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von der Mitgliedschaft seines Institutes in diesem Garantiefonds überzeugen. Der Gesetzgeber hat auch Vorsorge getragen für den Fall, dass eine Bank wieder aus dem Haftungsverbund ausscheren sollte: In diesem Fall würde der Anleger darüber in Kenntnis gesetzt; darüber hinaus bliebe die Einlagensicherung bis zur nächsten Fälligkeit jeder Anlage bestehen.