Die Sicherheit von Tagesgeldkonten

Montag, 21. Juni 2010 - 10:40 Uhr

In diesen Tagen stellen sich viele Anleger zu Recht die Frage, wie sicher ihre Ersparnisse sind. Und da werden auch sonst vermeintlich sichere Geldanlagen wie Tagesgelder und Festgelder unter die Lupe genommen, um letztlich genauer zu erfahren, wie sicher das angelegte Geld denn nun ist. Und dabei zeigt sich dann ein ganz unterschiedliches Bild: Von ganz sicher bis zu einem bestimmten Sicherungsbetrag, der gesetzlich festgelegt ist.

Gesetzliche Einlagensicherung – Doch welches Land eigentlich?

Die Angebote im Bereich Tagesgeld sind inzwischen so zahlreich, dass sich nicht gleich auf den ersten Blick erkennen lässt, nach welchem Bankenrecht die jeweilige Bank eigentlich arbeitet. Und so denken viele, ach mein Geld ist da schon völlig sicher – und werden dann eines bitteren Besseren belehrt, wie es der Zusammenbruch der isländischen Kaupthing Edge aufs Dramatischste zeigte.

Bei der gesetzlichen Einlagensicherung kommt es immer darauf an, aus welchem Land die Bank kommt, bei der ein Tagesgeldkonto erhältlich. Bei den deutschen Banken ist dies die gesetzliche Einlagensicherung unseres Landes, bei der Einlagen derzeit in Höhe von bis zu 50.000 Euro abgesichert sind. Dies sind sowohl Banken deutscher Herkunft wie auch Banken mit Mutterbanken aus dem Ausland, die sich für ihre deutsche Tochterbank dem geltenden Einlagenrecht unterworfen haben.

Beispiel für ein anderes Einlagenrecht: Bei der Bank of Scotland, die auch in Deutschland auftritt, ist dies jedoch anders. Anlagen, die auf Tagesgeldkonten dieser Bank erfolgen, werden nach dem britischen Einlagenrecht behandelt. Das heißt: Die Einlagen sind bis zu einer Höhe von 50.000 Pfund abgesichert, darüber hinaus gibt es keine Einlagensicherung.

Einlagensicherheit über das Gesetz hinaus

Neben der gesetzlichen Einlagensicherung gibt es jedoch noch andere Sicherungssysteme für Geldanlagen wie Tagesgelder. Diese sind jedoch nur für die Banken gültig, die Teil eines der drei Einlagensicherungssysteme Deutschlands sind. Denn: In Deutschland besteht keine Rechtspflicht zur erweiterten Einlagensicherung über das Gesetz hinaus. So ist die noa bank zum Beispiel eine Bank deutscher Herkunft, sichert ihre Tagesgelder jedoch nur über die gesetzliche Einlagensicherung ab, und will nicht Mitglied werden im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bankenverbandes.

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