Die Qual der Wahl – Garantiezinsen oder variable Verzinsung?

Montag, 14. Juni 2010 - 12:51 Uhr

Während es bei Festgeldanlagen eine festgeschriebene Verzinsung gibt und es während der Vertragslaufzeit keine Zinsänderung gibt, ist dies beim Tagesgeld ganz anders. Hier gibt es zwei Möglichkeiten der Zinsangebote: Ein garantierter Zinssatz über einen bestimmten Zeitraum oder bis zu einem bestimmten Datum – und eine variable Verzinsung, bei der sich die Zinsen von heute auf morgen ändern können.

Garantiezins ist festgeschrieben für eine bestimmte Zeit

Bei einem garantierten Zinssatz sind die Zinsen für das Tagesgeld entweder über einen bestimmten Zeitraum, drei Monate, sechs Monate, selten auch ein Jahr, festgeschrieben – oder bis zu einem bestimmten Datum, Ende eines Monats oder Ende eines Quartals.

Dadurch hat der Garantiezins beim Tagesgeld jedoch zwei verschiedene Seiten einer Medaille. Da der Zins garantiert ist, bleibt man als Anleger auf seinem niedrigen Zins hängen, wenn sonst die Zinsen allgemein steigen – auf der anderen Seite bleiben die Zinsen auf einem besseren Niveau, wenn die Zinsen für Tagesgelder allgemein sinken.

Variable Verzinsung kann Vorteil sein, aber auch Nachteil

Doch auch eine variable Verzinsung hat die zwei Seiten einer Medaille. Wenn eine Tagesgeld Verzinsung niedrig angesetzt wurde, steigt bei variablen Zinsen der Zinssatz recht schnell, wenn allgemein die Tagesgeld Zinsen steigen. Dies ist der positive Effekt bei einer variablen Verzinsung. Bei einer allgemeinen Zinssenkung jedoch, aufgrund eines gesunkenen Leitzinses bspw., hat diese Art der Verzinsung jedoch den Nachteil, dass der Zinssatz für das Tagesgeld dann ebenfalls schnell gesenkt werden kann.

Doch trotz unterschiedlicher Zinslaufzeiten lohnt sich die Tagesgeld Anlage immer dann, wenn eine gute Verzinsung vorliegt, die eindeutig über der Inflationsrate liegt, damit auch eine Realverzinsung des angelegten Geldes erreicht werden kann.

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