Deutsche wollen Sparen, kennen aber kaum aktuelle Zinssätze und setzen noch auf Sparbücher

Freitag, 10. Juni 2011 - 14:37 Uhr

Sparerkompass Deutschland 2011 heißt die neuste Studie der Bank of Scotland und sie belegt: Viele Ersparnisse dümpeln auf niedrig bis gar nicht verzinsten Sparbüchern vor sich hin. Sparern entgehen damit jeden Tag wertvolle Zinserträge. Die Studie befragte dazu im vergangenen Herbst über 1.600 Menschen aus ganz Deutschland, seit dieser Woche liegen die Ergebnisse vor. Die Vorteile eines Tagesgeldkontos scheinen demnach noch immer vielen Bürgern nicht bewusst zu sein.

Sparen ja, aber wie?

Die Motivation zur Geldanlage ist auf jeden Fall gegeben: Über die Hälfte aller Kontobesitzer sparen regelmäßig, weitere 30% legen gelegentlich etwas Geld zu Seite. Für vier von fünf Personen ist eine Geldanlage also eine wichtige Angelegenheit. Allerdings, 71% aller Befragten gaben dabei auch an, nur in etwa bis gar nicht über die eigenen aktuellen Zinsen Bescheid zu wissen. Das das Ersparte damit zwar sicher bei der Bank liegt, aber ohne Zinsertrag auch inflationsbedingt an reellem Wert verliert, ist vielen Bundesbürgern gar nicht bewusst. Sie setzen stattdessen immer noch zu großen Teilen auf das Urzeit-Produkt aller Sparanlagen: das Sparbuch. Laut der Bank of Scotland legen noch immer 2 von 3 Menschen ihre Ersparnisse darauf an, nur rund 40% besitzen bereits ein Tagesgeldkonto.

Einmal ein Sparbuch, immer ein Sparbuch? Überraschenderweise ist das klassische Sparbuch sogar mit 69% noch ein wenig verbreiteter bei jüngeren Leuten bis 29 Jahren, als bei älteren Semestern über 60 Jahre. Nach regionalen Aspekten wohnen die verstaubtesten Geldanleger in Schleswig-Holstein, NRW und Niedersachsen. Schlauberger identifizierte die Studie in Hessen, wo die Zahl der Tagesgeldkonten die ausrangierten Sparbücher mittlerweile übersteigt.

Machen Sie mehr aus Ihrer Geldanlage

Monatliche Sparbeträge zwischen 50 und 100 Euro, wie sie mit ca. 30% die Mehrheit der Befragten bei der Studie angaben, werden regelmäßig auf die hohe Kante gelegt. Jeder Dritte verfügt nach eigenen Angaben über eine Gesamtersparnis zwischen 1.000 und 10.000 Euro (ohne Rentenversicherungen). Würden beispielsweise diese 10.000 Euro heute auf ein Tagesgeldkonto, statt auf einem unverzinsten Sparbuch angelegt, profitieren Sie weit mehr davon. Nach den aktuellen Zinsen winken dann nach einem Jahr je nach Anbieter zwischen 200 und 250 Euro zusätzliche Zinserträge.

Gleichzeitig ist das Tagesgeldkonto weitaus flexibler als das Sparbuch, das gleiche gilt für das Tagesgeld vom Staat. Online geführt überweisen Sie Ihr Guthaben zu jeder Tageszeit zurück auf das Girokonto, wo es Ihnen direkt zur Verfügung steht. Es entstehen keine Kontoführungsgebühren und keine Kündigungsfristen. Gespickt mit so vielen Vorteilen, wird die Beliebtheit des Tagesgeldkontos wohl auch in Zukunft weiter steigen.

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