Anstieg der Inflationsrate senkt zugleich Realverzinsung

Donnerstag, 10. Juni 2010 - 13:15 Uhr

Viele Sparer achten bei einer Geldanlage bei der Höhe der Verzinsung nur auf eines: den nominalen Zins. Dies ist der Zinssatz, den der Anbieter der Tagesgeld Anlage für das angelegte Geld jährlich zu zahlen bereit ist. Andere Faktoren, wie die Inflationsrate und die Sicherheit des angelegten Geldes werden dann meist außer Acht gelassen. Dies ist jedoch, angesichts einer ansteigenden Preissteigerungsrate alles andere als sinnvoll.

Inflationsrate gibt tatsächliche Verzinsung vor

Denn nur der vorgegebene Zinssatz für Tagesgeld Konten plus die Inflationsrate sagen tatsächlich etwas darüber aus, wie hoch die reale Verzinsung des anlegten Geldes ist. Wenn in Zeiten wie diesen, wo der niedrige Leitzins die Zinsen bei Tagesgeldern sowieso schon klein hält, und dann auch noch die Inflationsrate steigt, bleiben kaum mehr Zinsen über – zumindest wenn ein niedrig verzinstes Tagesgeld als Anlagemöglichkeit gewählt wird.

Da die aktuell festgestellte Inflationsrate (für Mai 2010) bei 1,2 Prozent liegt, lohnen sich nur noch Tagesgelder mit einer Verzinsung, die einige Basispunkte über der Teuerungsrate liegt. Sonst lohnt sich die Geldanlage nicht mehr, sondern zahlt eher drauf.

Trotz Preisanstieg und niedrigem Leitzins gute Tagesgeldangebote!

Dennoch gibt es immer noch auch nominal gut verzinste Tagesgelder, wie zum Beispiel das Tagesgeld der Bank of Scotland oder das Tagesgeld der comdirect. Hier lohnt sich immer ein Blick auf die aktuellen Zinsangebote und einen Zinsvergleich verschiedener Tagesgeld Konten.

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